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Pressemitteilung – BUGLAS-Unternehmen M-net und NetCologne Vorreiter beim Einsatz von G.fast

Kunden erhalten echte Gigabit-Anschlüsse

Köln, 12. Juni 2017. Die beiden größten Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Glasfaseranschluss (BUGLAS) sind in Deutschland Vorreiter beim Einsatz von G.fast. Die M-net Telekommunikations GmbH und die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH werden die neue Technologie in den kommenden Monaten für jeweils über eine Viertelmillion Haushalte in ihren bis in die Gebäude reichenden Glasfaseranschlussnetzen (FttB, Fiber to the Building) ausrollen und ihren Kunden damit dedizierte Summen-Bandbreiten von deutlich über einem Gigabit pro Sekunde anbieten können. Beide Unternehmen haben diese ersten G.fast-Projekte hierzulande in der vorvergangenen Woche bei der ANGACOM in Köln bekanntgegeben. G.fast ermöglicht auf bestehenden Kupferkabeln auf Wirk-Entfernungen bis etwa 250 Meter erhebliche Leistungsverbesserungen und ist damit für den Einsatz auf der Inhouse-Leitung prädestiniert. M-net setzt bei seinem G.fast-Rollout auf den Technologiepartner Huawei, NetCologne auf ZTE, beide ebenfalls BUGLAS-Mitglieder.

„Wie schon bei der Entscheidung für FttB/H als einzig zukunftsfähige Anschlusstechnologie zeigen sich M-net und NetCologne auch beim Einsatz von G.fast wieder als Technologieführer“, wertet BUGLAS-Geschäftsführer Wolfgang Heer. „Angesichts von über 18 Millionen Bestands-Gebäuden in Deutschland mit einer Kupfer-Inhouse-Verkabelung ist G.fast der Booster für FttB-Anschlüsse. Denn mit den ungeteilten Summen-Bandbreiten im Bereich von größer einem Gigabit pro Sekunde können M-net und NetCologne nun auch allerhöchste Kundenanforderungen im Upload-Bereich erfüllen.“ Von zentraler Bedeutung ist es nach Auffassung des deutschen Glasfaserverbands nun aber, im aktuell laufenden Regulierungs-verfahren zum TAL-Standardangebot sicherzustellen, dass der leistungsfähigsten An-schlusstechnologie gegenüber weniger leistungsfähigen Technologien keine Steine in den Weg gelegt werden.

„Der parallele Einsatz von FttC Vectoring und FttB G.fast im gleichen Gebäude verursacht aufgrund der in Teilen gleichen genutzten Frequenzen auf der Kupfer-Inhouse-Leitung technische Probleme, die der Endnutzer in Form geminderter oder gestörter Leistung ausbaden muss“, erläutert Heer. „Hier muss ganz klar die Anschlusstechnologie, die die einzig zukunftsfähige und nachhaltige Glasfaser näher zum Endkunden bringt, Vorrang haben.“ Dies sei, so der BUGLAS-Geschäftsführer, ganz klar FttB. „Gerade bei der Entscheidung zum Einsatz von Vectoring in den Nahbereichen der Hauptverteiler hat der Regulierer mehrfach kommuniziert, dass das Ziel eines ‚nachhaltigen Breitbandausbaus‘ Vorrang vor der Realisierung der Geschäftsmodelle einzelner Unternehmen habe“, so Heer. „Und ein FttB-Ausbau sei ja von der Entscheidung unbenommen. Dann kann es aber nach einem faktisch erfolgten FttB-Ausbau und beim Einsatz von G.fast nicht so sein, dass derjenige, der die Glasfaser schon bis in die Gebäude ausgerollt hat, nun erneut benachteiligt wird!“. Genau dies fordere jetzt aber der Incumbent, womit das Konzept der ‚Ladder of Investment‘ nach Auffassung des BUGLAS in Gänze aus den Angeln gehoben würde.

Der Bundesverband Glasfaseranschluss hatte den Einsatz von G.fast bereits im November 2015 in einer Infothek-Veranstaltung untersucht und war schon damals zu dem Schluss gekommen, dass die Technologie in Deutschland ein echter „Booster“ für FttB sein könnte. Bereits seit Frühjahr 2016 und danach in der Folge mehrfach hat der BUGLAS die Bundesnetzagentur darauf hingewiesen, dass der gleichzeitige Einsatz von VDSL Vectoring und FttB G.fast im gleichen Endleitungsnetz durch verschiedene Betreiber zu Übertragungsproblemen führen würde. Der Regulierer befasst sich gleichwohl erst jetzt im Rahmen des TAL-Standard-Angebotes der Deutschen Telekom mit dieser Thematik. Der BUGLAS hat sich heute gemeinsam mit anderen Telekommunikationsverbänden in diesem Regulierungsverfahren entsprechend gegenüber der Bundesnetzagentur positioniert.


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